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Erst keins, jetzt zwei?

Christliches Hospiz Soest verwundert über Pläne für ein zweites Hospiz!



von links nach rechts: Christiane Mackensen / stellvertr. Bürgermeisterin der Stadt Soest, Norbert Killewald / Geschäftsführer Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, Eckhard Uhlenberg / Landtagsvizepräsident des Landtags NRW, Udo Schröder-Hörster / Geschäftsführer Christliches Hospiz Soest gGmbH, Rüdiger Schuch / Vorstandsvorsitzender Evang. Perthes-Stiftung e.V., Sigrid Kübler-Molitor / Geschäftsführerin Christliches Hospiz Soest gGmbH, Kirsten Hols / Mitglied des Landesvorstands der Johanniter in NRW, Irmgard Soldat / stellvertr. Landrätin des Kreis Soest, Dieter Tometten / Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Soest und Kuratoriumsvorsitzende

 

 

„Das Hospiz ist für die Soester Bevölkerung ein Herzensanliegen geworden. Unsere Erfahrung hat gezeigt: Es gehört in das Zentrum von Soest. Der Rückhalt in der Bevölkerung für das Hospiz im Soester Norden ist so groß wie nie zuvor“, so Sigrid Kübler-Molitor von der Evangelischen Perthes-Stiftung e.V. und Mitgeschäftsführerin der Christliches Hospiz Soest gGmbH.

Sie begegnet dem Vorhaben von Dr. med. Thomas Oyen, Leiter der privaten Klosterklinik Paradiese, mit Verwunderung. Die Klinik, die noch bis vor kurzem zum Sommer hin geschlossen werden sollte, soll nun plötzlich in ein privates Hospiz umgewandelt werden, um das Haus weiter nutzen zu können. „Es ist schon höchst seltsam, dass hier ohne jegliche Form von gesellschaftlichen Abstimmungsprozessen, ohne Rücksprache mit uns und der ambulanten Hospizbewegung ein solches Vorhaben präsentiert wird“, stellt Sigrid Kübler-Molitor fest. „Wir sind es, die heute das Gespräch suchten, nachdem wir davon hörten.“

 

Langer Vorlauf, solide Planung für die Menschen

Bereits seit 20 Jahren gibt es Bemühungen, ein Hospiz im Kreis Soest zu errichten. Ein Träger, der das finanzielle und wirtschaftliche Risiko auf sich nehmen wollte, wurde jedoch lange nicht gefunden. Der Ausdauer und der Beharrlichkeit der christlichen Trägerorganisationen und dem starken Rückhalt der Partner und Kommunen ist es zu verdanken, dass der Bau des Hospiz Soest im April beginnen kann. Warum gerade zu diesem Zeitpunkt, nach Jahren intensiver Planung und Öffentlichkeitsarbeit, nun plötzlich ein zweites Hospiz für Soest von Privaten eröffnet werden soll, bleibt zweifelhaft. Auch Udo Schröder-Hörster, Regionalvorstand der Johanniter und Mitgeschäftsführer der Christliches Hospiz Soest gGmbH, hat erhebliche Zweifel an dem Vorhaben der Klosterklinik. Er macht deutlich, dass ein Hospiz immer ein Zuschussgeschäft sein wird. Da die Kosten des Hospizes nur zu 95 Prozent getragen werden, müssen fünf Prozent der Kosten über Spenden finanziert werden. Ein stationäres Hospiz bietet also keine Grundlage für eine wirtschaftlich geführte Einrichtung. Die Geschäftsführung, der Christiliches Hospiz Soest gGmbH, rechnet mit einem jährlichen Zuschuss durch Spenden und Eigenmittel von ca. 200.000 Euro. „Hier geht es um die Nachnutzung einer Klinik, also im Wesentlichen um wirtschaftliche Aspekte. Gewinne erzielen kann man mit einem Hospiz nicht. Uns geht es um die Begleitung der Menschen in ihrer letzten Lebensphase“, stellt Udo Schröder-Hörster fest.

 

Vertrauen und Rückhalt der Bevölkerung, Vernetzung der Partner

Das Projekt ist Teil eines großen Netzwerks in der Hospiz- und Palliativarbeit. Dort befürwortet man den Bau des ersten stationären Hospizes in Soest durch die Christliche Hospiz Soest gGmbH. Unterstützt wird das Projekt durch das Palliativnetz Soest/Hochsauerlandkreis, der Hospizbewegung Soest und den ambulanten Hospizvereinen im Kreis Soest. Auch die enge Zusammenarbeit mit ALPHA, der Ansprechstelle des Landes NRW zur Palliativversorgung und Hospizarbeit zeigt die enge Vernetzung. Die Evangelische Perthes-Stiftung und die Johanniter als Träger des Hospizes haben das Vertrauen der Bevölkerung sowie den Rückhalt der Kommunen. Der Baubeginn für das Hospiz steht kurz bevor. Bis zum heutigen Tag sind 1,87 Millionen Euro durch Einzelspenden, Förderungen der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW sowie der Stiftung Deutsches Hilfswerk zusammengekommen. Damit sind bereits ca. 62 Prozent der Baufinanzierung gesichert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Spende hilft
Mit Ihrem Beitrag ermöglichen Sie den Bau des stationären Hospizes im Kreis Soest:

KD-Bank: Christliches Hospiz Soest gGmbH
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BIC GENODED1DKD